Laut einer Aussage von Hans-Joachim Evers, dem 1. Vorsitzenden des Bundesverbandes der Werbeartikel-Berater– und Großhändler (bwg) reagieren die Unternehmer in Sachen Werbung nicht mit der Holzhammer-Methode und streichen strikt alle Werbegelder, sondern antworten eher bedacht auf die internationale Krise.
Zwar reduzieren sich aufgrund der wirtschaftlichen Krise die Werbemitteleinsätze stark, aber nicht in der gleichen Höhe wie der Rückgang der deutschen Wirtschaft von statten geht. So ist es für die Werbemittelbranche wichtig geworden, auf dreidimensionale Werbemöglichkeiten zu setzen. Deshalb empfiehlt Evers, dass man Werbegeschenke in sein Werbeprogramm aufnimmt, um gar nicht erst in eine Krisensituation zu geraten.
Die Situation am deutschen Werbemarkt wurde von „Advernomics“, einem Marktforschungsinstitut in Köln, analysiert. Die Highlights wie online-Werbung und Sponsoring haben ihre Umsätze zwischen 2006 und 2008 um neun Prozent erhöht. Der Werbeartikel ist mit 6 Prozent den beiden Spitzenkategorien deutlich zunehmend auf der Spur. Als man die Repräsentativität des Werbeartikels wissenschaftlich festgestellt hat, fand man heraus, dass das Budget angestiegen ist.
Somit erreicht erstmalig der Einsatz von Werbemitteln in Deutschland für das Jahr 2008 eine Höhe von 3,21 Milliarden Euro, das bedeutet, dass im Vergleich der letzten 5 Jahre eine Steigerung um 15% vorliegt. Hans-Joachim Evers geht davon aus, dass Unternehmen, die Werbung betreiben, in erster Linie an die Verteilung von Werbeartikeln denken. Es wird nicht entgegen dem Trend gehandelt, und daher verlässt man sich auf die Wirkung von Werbemitteln. Der Studie zufolge bilden 73% der Unternehmen keine Rücklagen, wenn es um das Einsetzen von planmäßigen Werbepräsenten geht. 11 % der Unternehmer sind sogar bereit, mehr Geld in die Beschaffung von Werbepräsenten einzusetzen. Eine kurzfristige Steigerung des Umsatzes wird in Bälde erwartet.
Eine verstärkte Nachfrage könnte auf die Werbemittelbranche zukommen, wenn sich die Unternehmer, die bisher noch keine Werbeartikel einsetzen, sich doch noch dafür entscheiden. 48% der Firmeneigner sind noch zögerlich beim Umsetzen ihrer Budgetierung. Aber bei Großbetrieben sind es nur noch 12%. Hier ist man sich wohl des Einflusses eines Werbegeschenkes eher bewusst. Hans-Joachim Evers meint, dass durch die Zunahme an Werbefirmen die fachkundigen Betreuer dieser Firmen öfters aufgesucht und enge Kontakte entstehen werden. Für einen erfolgreichen Werbefeldzug muss der Einsatz von Werbeartikeln kompetent und professionell erfolgen. Hierzu benötigt man spezielles Wissen, um den Sach- und Markteinsatz mit der richtigen Zielgruppenanalyse gepaart, einzusetzen.