Die europäischen Konsumenten sparen in der Krise nicht einfach irgendwie. Sie setzen gezielt Prioritäten und schnallen den Gürtel nur in bestimmten Bereichen enger.
Das geht aus einer Studie des McKinsey Global Institutes (MGI) hervor.
Diese zeigt auf, dass Europäer zuerst bei Freizeitangeboten streichen, es folgt eine kleine Top 5 der verschieden Bereiche:
- Restaurantbesuche und weitere Freizeitangebote
- Bekleidung, Spielzeug, Alkohol usw.
- Möbel
- Unterhaltungselektronik
- Konsumgüter
Das zeigt das Güter des täglichen Bedarfs, wie beispielsweise Lebensmittel, die geringsten Einbußen verzeichnen. Dabei verwenden Verbraucher je nach Produktkategorie ganz unterschiedliche Sparmaßnahmen.
Am beliebtesten bei den europäischen Konsumenten ist die Budgetkontrolle. 69 Prozent haben ihre Ausgaben in den vergangenen Monaten stärker gesteuert und kontrolliert. Im Extremfall entsagten sie dem Konsum in einer Kategorie völlig, etwa durch den Verzicht auf Urlaubsreisen oder Kinobesuche. Andere wiederum setzen darauf, nur im Bedarfsfall Ersatzprodukte anzuschaffen.
Unter die dritte „Sparstrategie” fällt das Heimwerkerprinzip „Do it yourself”, bei dem der Verbraucher Geld spart, indem er etwa zu Hause kocht, statt essen zu gehen. Zuletzt schauen Konsumenten gezielt nach Sonderangeboten für bestimmte Produkte. Diese Schnäppchenjagd ist besonders im Bereich Bekleidung beliebt. Für die Studie befragte das McKinsey Global Institute mehr als 4.000 Verbraucher in fünf Ländern.